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Kunstgeschichte

Montag 17:00 – 18:30, Beginn: 17.10.2022

Vortragssaal, Reinhold-Frank-Str. 81

Vorlesung Prof. Dr. Rainer Metzger

Dein Reich komme. Zur Karriere des Christentums

Die Vorlesung will eine Frage verfolgen, die schon viele, die sich mit der Geschichte befassen, umgetrieben hat: was denn den überwältigenden Erfolg des Christentums ausmacht. Es geht los in der späteren Antike, als mit einem Mal Opferdasein attraktiver als Täterschaft war, Rückzug wirkmächtiger als Imperialismus, Askese bedeutender als ein lustvolles Leben – und diese Vorstellungen, die die Welt von den Füßen auf den Kopf stellten, wiederum eine schier übermächtige Institution schufen. Entsprechend sind damit Fragen aufgeworfen, die uns auch jenseits der Historie und also bis heute angehen. Viele der Sinnangebote, mit denen das Christentum aufwarten konnte, erscheinen einem Blick von außen reichlich seltsam: Dreifaltigkeit, Verwandlung von Brot und Wein in Fleisch und Blut, Wiederauferstehung und insgesamt ein Gott, der als Mensch gestorben ist. Mit all dem will sich die Vorlesung beschäftigen und dabei Gelegenheit geben, das Ganze zu diskutieren. Und da das Christentum über wenigstens eineinhalb Jahrtausende hinweg die wirkmächtigste Instanz für die Herstellung von Bildern war, lässt sich das alles reichlich mit Illustrationen garnieren.

Gäste sind herzlich willkommen.

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Montag 16:15 – 24:00, Beginn: 17.10.2022

Vortragssaal, Reinhold-Frank-Str. 81

Prof. Dr. Rainer Metzger

Kunstgeschichte Kölns

Seminar für alle Studierenden mit Exkursion

Köln ist eine der ältesten Städte in Deutschland. Im Mittelalter war es dessen bedeutendste, in der frühen Neuzeit dessen größte Stadt. Und in den Jahren um 1980, bevor die Wiedervereinigung Berlin an die Spitze hievte, war Köln zusammen mit New York nicht weniger als die Welthauptstadt der damaligen, westlich dominierten, Kunst. Das hat die Stadt nicht zuletzt der 1967 gegründeten Art Cologne zu verdanken, der ersten aller Kunstmessen. Köln verkörpert Superlative, und auch ohne sie ist einiges passiert, Monument geworden in einer der bedeutendsten Architekturen überhaupt, dem Dom. Im Seminar soll einigen Aspekten der Kunst Kölns nachgegangen werden, begleitet von einer ca. dreitägigen Exkursion, deren Termin so gelegt ist, dass die diesjährige, von 16. bis 20. November stattfindende Art Cologne mit auf dem Programm steht. Die Termine des Seminars rahmen diese Exkursion und finden von Oktober bis Dezember 2022 statt.

Für Lehramtsstudierende BA 08 bzw. MA 02 und gerne auch für Studierende der freien Kunst.

Wöchentliche Termine von Oktober bis Dezember 2022, Vortragssaal

Anmeldung bei Frau Nachbar im Sekretariat oder beim ersten Treffen

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Mittwoch 15:30 – 17:00

Seminarraum Bildungswissenschaften

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Ikonologie des Traums

Bildliche Darstellungen von Träumen scheinen so alt wie die Bilder selbst. Sie sind eng verwoben mit der Frage nach der Darstellbarkeit ebenso wie mit derjenigen ihrer Lesbarkeit (Traum als Rätselbild). Mit der Moderne gerät das Träumen in den Fokus: Im Zuge der Aufwertung der Phantasie entdeckt die Romantik den Traum als künstlerische Inspirationsquelle; im Surrealismus schließlich wird er zur Szene eines Schaffensprozesses aus dem Unbewussten.

Anhand ausgewählter Beispiele möchte das Seminar eine Ikonologie des Traums skizzieren von den prophetischen Träumen des Mittelalters bis zu den modernen Bildern des Unbewussten. Aspekte experimentelle Traumforschung sollen dabei ebenso beachtet werden wie Traumkonzepte aus Theologie, Psychoanalyse und Philosophie.

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an alle Studierenden in den Studiengängen Freie Kunst und Lehramt.

Studierende in den Masterstudiengängen können in diesem Seminar einen Leistungsnachweis erwerben.

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Mittwoch 17:00 – 18:30, Beginn: 19.10.2022

Seminarraum Bildungswissenschaften

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Filmseminar: Moving Still

Seit einigen Jahren ist vermehrt vom Tod des Kinos die Rede. Tatsächlich haben sich die Formen der Filmproduktion ebenso radikal verändert wie diejenigen der Filmbetrachtung. Wie häufig sehen wir noch Projektionen von Zelluloidfilmen auf Leinwand im abgedunkelten Raum eines Filmtheaters?

Das Seminar diskutiert die jüngsten Formen des sog. Postcinema mit der Absicht, Bezüge zu präkinematographischen Praktiken und Rezeptionsformen ebenso herzustellen wie zu künstlerischen Projekten, die sich in den letzten 50 Jahren gezielt gegen den von Roland Barthes so genannten „Imperialismus des Kinos“ gewandt haben. Ein Fokus soll dabei auf dem Spektrum an Differenzen und Übergängen zwischen bewegtem Bild und Standbild liegen, das mit der Digitalisierung eine neue technische Grundlage gefunden hat.

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an alle Studierenden in den Studiengängen Freie Kunst und Lehramt, sowie insbesondere an Studierende von IMG.

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Freitag 10:00 – 11:30, Beginn: 21.10.2022

Seminarraum Bildungswissenschaften

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Werkbeschreibung und Werkinterpretation

Das Seminar dient der Vertiefung und Professionalisierung der kunsthistorischen Methoden der Werkbeschreibung und Werkinterpretation. Diese werden im Verlauf des Seminars an zahlreichen Beispielen quer durch die Kunstgeschichte und die Gattungen in schriftlicher Form eingeübt. Am Ende des Seminars steht eine schriftliche Klausur, die eine eigenständige Beschreibung, kunsthistorische Einordnung und Interpretation eines künstlerischen Werkes umfasst.

Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an alle interessierten Studierenden, sowie insbesondere Studierende im Masterstudiengang (MA02, MA03)

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Seminarraum Bildungswissenschaften

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Performance

14-tägiges Begleitseminar zum Performanceprojekt (MA IMG 1)

Erstes Treffen: Mittwoch 19.10. 18.30 Uhr

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