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Kunstgeschichte

Mittwoch 17:00 – 18:30, Beginn: 20.04.2022

Vortragssaal, Reinhold-Frank-Str. 81

Vorlesung Prof. Dr. Carolin Meister

Die 1960er Jahre

Die 1960er Jahre waren die Zeit eines Umbruchs, in der sich Entwicklungen in Kunst, Gesellschaft und Technologie überschlugen. Traditionelle künstlerische Gattungen und Medien wurden ebenso erweitert, wie die Institutionen und Rezeptionsformen von Kunst. Da viele dieser Neuerungen bis in die Gegenwart hinein fortwirken, widmet sich die Vorlesung einigen ausgewählten künstlerischen Bewegungen und Positionen aus Europa, Asien, Nord- und Südamerika.

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Mittwoch 18:30 – 20:00, Beginn: 20.04.2022

Vortragssaal, Reinhold-Frank-Str. 81

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Der Blick der Dinge

Vermutlich hat jeder schon einmal eine Begegnung mit einem Ding gehabt. Etwas tritt aus dem Einerlei des Vorhandenen heraus, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und einen zu adressieren. Der Surrealismus hat aus derlei Erfahrungen ein künstlerisches Verfahren gemacht: Im objet trouvé findet das Unbewusste seine dingliche Korrespondenz, Innen- und Außenwelt treten in Kontakt. Damit war nur der Auftakt geschaffen für praktische wie theoretische Aktivitäten, welche die Grenzen zwischen Subjekt und Objekt in Frage stellten. Gleich ob von der Agency der Dinge die Rede ist, von Animismus oder Fetischismus, von den Mechanismen der Konsumwelt oder denjenigen des Rituals – die strikte Trennung von subjektiver Innenwelt und objektiver Außenwelt steht seit einigen Dekaden auf dem Prüfstand. Das Seminar möchte den Spuren dieser (künstlerischen) Praktiken und Debatten folgen, die sich im Zuge einer Kritik der Moderne und ihrer kolonialen Konsequenzen ausgebildet haben.

Das Seminar richtet sich an alle Studierenden in den Studiengängen Freie Kunst und Lehramt. Studierende in den Masterstudiengängen können in diesem Seminar einen Leistungsnachweis erwerben (MA02, MA IMG2).

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Montag 17:00 – 18:30, Beginn: 25.04.2022

Vortragssaal, Reinhold-Frank-Str. 81

Vorlesung Prof. Dr. Rainer Metzger

Die Was-Ansteht-Vorlesung

In diesem Frühjahr bzw. Frühsommer gibt es einschlägige Veranstaltungen, die die Kunst in ihrer speziellen Gegenwart in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken werden – und wie es aussieht, wird man sie tatsächlich auch besuchen können: 2022 fällt zusammen, was als Art Basel jedes Jahr, als Biennale di Venezia alle zwei und als documenta alle fünf Jahre vorkommt. Diese Koinzidenz liefert den Anlass für einen Versuch: In der Vorlesung soll ad hoc darauf reagiert werden, was mitten in der Diskussion steht. Das bedeutet aber nicht nur die genannten Präsentationen, sondern auch durchaus Unvorhersehbares und Ungeplantes, was aber umso mehr eine Themenstellung wert ist: eine Buchneuerscheinung, ein artistischer Auftritt, ein Punkt in der ästhetischen Diskussion, ein Krach im Feuilleton, eine weitere Präsentation, eine Stadt, die sich ins Spiel bringt, oder eine Aufregung, von denen es momentan ja jede Menge gibt. Die Vorlesung will sich also darum kümmern, was gerade ansteht. Vorschläge für Themen werden gerne entgegengenommen.

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Montag 18:30 – 20:00, Beginn: 25.04.2022

Vortragssaal, Reinhold-Frank-Str. 81

Seminar Prof. Dr. Rainer Metzger

Seminar für alle Studierenden (für Lehramtsstudierende BA 8) Michelangelo

Seit er im späten 19. Jahrhundert Raffael abgelöst hat, gilt Michelangelo als das Nonplusultra der alten Kunstgeschichte. Als Bildhauer, Maler, Architekt und auch als Dichter ist er zum großen Innovator avanciert, der bei der notorischen Frage „Wer hat als erstes…?“ in geschätzt 80 Prozent der Fälle die richtige Antwort liefert. Zeit, sich mit diesem Michelangelo zu beschäftigen, denn wer weiß, wie lange er seinen Nimbus noch behält. Einen aktuellen Anlass gibt es auch, denn Horst Bredekamp, einer der renommiertesten Kunsthistoriker alter Schule, hat vor einigen Monaten die Summe seiner Beschäftigung mit Michelangelo in einem voluminösen Band veröffentlicht (zur Anerkennung durfte er die Kanzlerin auf ihrem Abschiedsbesuch beim Papst durch den Vatikan führen). Bredekamps herausragendes Buch soll als Leitfaden des Seminars dienen.

Mögliche Themen (Übernahme eines Referats obligatorisch):

  • Der Anfang – die Pietá von Sankt Peter
  • Der Verdruss eines Lebens – das Juliusgrabmal
  • Die Tondi in Skulptur und Malerei
  • Der David
  • Michelangelo und die Antike
  • Die Auftraggeber – Michelangelo und die Politik
  • Die Sixtinische Decke
  • Apropos – Was ist Renaissance?
  • Das Prinzip Paragone: Der Wettstreit mit Leonardo und Raffael
  • Einzelstücke: Brügger Madonna, der Brutus, der Christus von Santa Maria sopra Minerva etc.
  • Die neue Sakristei von San Lorenzo in Florenz
  • Nonfinito/Infinito - Das Problem der Unvollendetheit
  • Michelangelo und die ästhetische Theorie
  • Architektur I: Fassade von San Lorenzo, Kapitol, Biblioteca Laurenziana etc.
  • Das Jüngste Gericht der Sixtina
  • Die Cappella Paolina
  • Die Sonette
  • Die Zeichnungen
  • Architektur II: Sankt Peter
  • Schlusspunkt: Die Pietà Rondanini
  • Nachleben und Kanonisierung

Anmeldung, gern auch mit Referatsvorschlag, bei Frau Nachbar bzw. in der ersten Sitzung

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Freitag 10:30 – 12:00, Beginn: 22.04.2022

Seminar Prof. Dr. Carolin Meister

Werkbeschreibung und Werkinterpretation

Das Seminar dient der Vertiefung und Professionalisierung der kunsthistorischen Methoden der Werkbeschreibung und Werkinterpretation. Diese werden im Verlauf des Seminars an zahlreichen Beispielen quer durch die Kunstgeschichte und die Gattungen in schriftlicher Form eingeübt. Am Ende des Seminars steht eine schriftliche Klausur, die eine eigenständige Beschreibung, kunsthistorische Einordnung und Interpretation eines künstlerischen Werkes umfasst.

Das Seminar richtet sich an alle interessierten Studierenden, sowie insbesondere Studierende im Masterstudiengang (MA02)