Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
Datum
Ort
Vortragssaal Reinhold-Frank-Str.81 / Vordergebäude

Werkvortrag im Rahmen der Riemschneider-Kuratorenreihe von Johan Holten

Nevin Aladağ

Johan Holten, der neue Leiter der Kunsthalle Mannheim, wurde vom Kollegium der Professorinnen und Professoren der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe zum Verantwortlichen der Kuratoren-Reihe der Riemschneider-Stiftung 2019/20 benannt. In der Riemschneider –Kuratorenreihe 2019/20 erläutert Johan Holten, wie man eine Institution wie die Kunsthalle Mannheim von innen umbauen muss, damit sie auch in Zukunft ein relevanter Ort in einer multikulturellen Stadt sein kann. Zu diesem Leitthema lädt er Künstlerinnen und Künstler ein.

Am Donnerstag, 30. Januar, um 19 hat Johan Holten als erste Künstlerin die gebürtige Türkin Nevin Aladağ zu Gast. Die Künstlerin fragt nach Gesten und Codes, die hintergründig in einem sozialen Raumgefüge eingeschrieben sind, neben der vordergründigen, physisch-manifesten Eigenschaft eines Raums. Im Fokus stehen Fragen nach Kulturtransfers sowie Identität als fluides Konzept. Mit skulptural-performativen Mitteln erzeugt sie Klänge, die als Rohmaterial rhythmisch-experimenteller Kompositionen dienen.

Nevin Aladağ (geb.1972, Van/Türkei) studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Seit 2002 lebt und arbeitet sie in Berlin. Für ihre Installationen, Filme und Performances erhielt sie internationale Aufmerksamkeit. Unter anderem nahm sie an der documenta 14 (2017), der 57. Venedig Biennale (2017), der Sharjah Biennale (2013), der 11. Istanbul Biennale (2009), der 8.Taipei Biennale (2008), sowie der XIV Biennale Internazionale di Scultura, Carrara (2010) teil.

Nevin Aladağ bietet am Folgetag für die Studierenden der Kunstakademie Karlsruhe Atelierbesuche an.

Einen regelmäßigen Austausch zwischen Studierenden, Künstlern und Kuratoren anzuregen und noch stärker in der Lehre zu verankern, war die Idee des Projekts, das der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe dankenswerterweise seit 2012 durch die Riemschneider-Stiftung ermöglicht wird.

Die Riemschneider-Stiftung, die von Ingrid Riemschneider, der 2010 verstorbenen Witwe des kunstinteressierten Karlsruher Radiologen Harm-Helmut Riemschneider, 2006 eingerichtet wurde, lässt ihre Erträge u.a. der Kunst und der Förderung Kunstschaffender auch im Bereich Bildender Kunst zukommen.